His Most Famous Sculpture (Magdeburger Ehrenmal) – Ernst Barlach

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Ernst Barlach (1870-1938) war ein versierter deutscher Künstler, dessen Interesse vom Schreiben über die Druckgrafik bis zur Bildhauerei reichte. Trotz seiner Popularität als Schriftsteller stieß er auf staatlichen Widerstand gegen die Kunst und die meisten seiner Skulpturen wurden entweder zerstört oder beschlagnahmt, nachdem das Nazi-Regime sie als „entartete Kunst“ bezeichnete. Ernsts wertvollste existierende Arbeiten sind „Magdeburger Ehrenmal“ oder „Magdeburger Ehrenmal“ und Skulpturen zum Thema russische Bettlerinnen.

Barlachs Haltungsänderung von einem Kriegsbefürworter in seinen früheren Jahren zu einem Antikriegs-„Expressionisten“ zog in der Folge einen großen Teil des staatlichen Zorns auf sich. „Magdeburger Ehrenmal“ ist ein klassisches Beispiel für seine Antikriegsgefühle in den späteren Jahren. Ursprünglich hatte der Magdeburger Landrat Ernst diese Arbeit als Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die Opfer deutscher Soldaten im Ersten Weltkrieg in Auftrag gegeben. Barlach seinerseits verwandelte das Thema dieser Skulptur selbst in eine Anklage gegen die „Kriegs“-Mentalität. Dieses monumentale Werk entstand 1929 als einfarbige Bronzeskulptur mit drei Voll- und drei Halbfiguren. Die Figuren stellen russische, französische und deutsche Soldaten in verschiedenen Kopfbedeckungen dar, aber ähnliche gotische Vorhänge in voller Länge, ein Merkmal von Ernsts Mehrheitswerken. Das bemerkenswerteste Merkmal dieses Kenotaphs sind die grimmigen Ausdrücke, die alle Figuren in einem ähnlichen Gefühlsstrang verbinden und das Grauen, die Katastrophe, die Düsternis und den Kummer ausdrücken, die Kriege mit sich bringen.

Der Bildhauer hat die menschlichen Figuren in „Magdeburg Ehrenmal“ einschließlich der Hände und Mimik mit fesselnder Finesse herausgearbeitet, die dem ohnehin schon eindringlichen Thema weiteren Auftrieb verleiht. Die höchste zentrale Figur ist mit einem vom Krieg zerrissenen Gesicht und Blick, scheinbar gerade gerichtet, aber ins Leere blickend, so dargestellt, dass sie lose ein großes Kreuz hält. Auf der Vorderseite des Kreuzes sind die Anfangs- und Endjahre des Ersten Weltkriegs 1914 bzw. 1919 eingraviert. Auf beiden Seiten sind relativ kleinere Soldatenfiguren geschnitzt, die kaum bis zur Schulterlinie der Mittelfigur reichen und ein ähnliches Antlitz tragen, das von Gelassenheit und Unglücklichkeit geprägt ist. Zu den Füßen von drei stehenden Figuren stehen drei Halbfiguren, die die Angst und Trauer beschreiben, die ihr Leben verschlingen. Die rechtsextreme Statue verbirgt ihr Gesicht unter einem dicken Schleier und ballt die Fäuste fest, als kauerte sie aus Angst, entführt zu werden. Die zentrale Figur ist die eines Soldaten, der den Kopf senkt und über die Folgen des Krieges beklagt. Die dritte Figur ganz links ist zu sehen, die verzweifelt versucht, ihre Ohren gegen die ohrenbetäubenden Kriegsgeräusche zu blockieren.

Der Magdeburger Domgemeinderat ordnete schließlich die Entfernung des „Magdeburger Ehrenmals“ an, das auch von der Regierung beschlagnahmt werden konnte. Nach ihrer Rücknahme wurde diese Skulptur in der Berner Kunsthalle aufbewahrt und konnte erst 1955 in den Magdeburger Dom zurückkehren. So viel Widerstand Barlach zu Lebzeiten auch durch das NS-Regime zu erdulden hatte, sein Friedensengagement lebt bis heute im „Magdeburger Ehrenmal“ weiter.

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Source by Annette Labedzki

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